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Tausend Maschinen

Eine kleine Philosophie der Maschine als sozialer Bewegung

Gerald Raunig

Gerald Raunig

biography



mit einem Nachwort von Maurizio Lazzarato
Wien: Turia + Kant 2008
(es kommt darauf an, Bd. 7)

In seiner „kleinen Philosophie der Maschine“ unternimmt Gerald Raunig eine differenzierende Würdigung und Weiterentwicklung des Begriffs der Maschine, wie er von den französischen Philosophen Félix Guattari und Gilles Deleuze vorgeschlagen wird: die Maschine nicht mehr als technische Anlage, sondern als soziale Zusammensetzung und Verkettung. Als Gefüge von technischen, körperlichen, intellektuellen und sozialen Komponenten unterwandert dieser Maschinenbegriff die Oppositionen von Mensch und Maschine, Organismus und Mechanismus.
Über die Untersuchung einer Vielzahl von filmischen, literarischen und performativen Mikropolitiken gelangt Gerald Raunig zur Maschine als sozialer Bewegung, konkret zur Euromayday-Bewegung, die seit 2001 eine transnationale, aktivistische und diskursive Praxis zur zunehmenden Prekarisierung von Arbeit und Leben entwickelt.

„Das große Verdienst der Arbeit von Gerald Raunig ist es, das von Deleuze und Guattari formulierte Maschinenkonzept erneut in Umlauf zu bringen und es der marxistischen Tradition gegenüberzustellen, die ihre stärkste Erneuerung im Postoperaismus findet. Gerald Raunigs Arbeit zeigt mögliche Überlappungen und Kontinuitäten auf, lässt aber auch die Diskontinuitäten zwischen diesen beiden Theorien erahnen, die sich in zwei sehr unterschiedlichen Epochen entfalteten.“ (Maurizio Lazzarato)

Rezensionen:

Radio FSK, Lorettas Leselampe
springerin 01/2009, Hans-Christian Dany
grundrisse 26, Martin Birkner
Kulturrisse 02/08, Tom Waibel
zoeforward.org, Petar Milat
graswurzelrevolution Nr 330, Jens Kastner
KUPF-Zeitung 128, 8/2008, André Zogholy